9er: Besuch der Gedenkstätte Buchenwald - Ein Tag, der Spuren hinterlässt
von Anna Carla Heinen, Laura Lindstedt und Miriam Severin, 17.03.2026, 14:33 Uhr
Als sich die Jahrgangsstufe 9 der IGS Remagen auf den Weg nach Buchenwald machte, war allen bewusst, dass dieser Tag kein gewöhnlicher Ausflug werden würde. Schon beim Betreten des ehemaligen Lagergeländes lag eine besondere Atmosphäre über dem Ort – eine Stille, die zum Innehalten und Nachdenken zwang.
Während der Führung erhielten die Schülerinnen und Schüler eindrucksvolle Einblicke in das Lagerleben sowie in die menschenverachtende Ideologie der Nationalsozialisten. Anschaulich und zugleich eindringlich wurden der Alltag der Häftlinge, die unmenschlichen Bedingungen und die systematische Entrechtung geschildert. Immer wieder stellten die Jugendlichen interessierte Nachfragen.
Folgen von Ausgrenzung und Hass
Besonders war die abendliche Reflexion. Anhand ausgewählter Bilder aus dem Alltag des Lagers setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit ihren Eindrücken auseinander. In den Gesprächen wurde spürbar, wie sehr sie das Gesehene beschäftigte. Viele äußerten, dass sie nun eine konkretere Vorstellung von den Schicksalen der Inhaftierten und den Folgen von Ausgrenzung und Hass gewonnen hätten. Die Erfahrungen des Tages wurden nicht nur aufgenommen, sondern ernsthaft durchdacht und wertgeschätzt.
Am folgenden Tag erkundeten die Schülerinnen und Schüler die historische Altstadt von Erfurt, deren beeindruckende Architektur und besondere Atmosphäre einen bewussten Kontrast zu den Eindrücken des Vortages bildeten. In der darauffolgenden Woche wurden die Erlebnisse im Rahmen eines Aktionstages weiterverarbeitet. Die Schülerinnen und Schüler konnten zwischen verschiedenen thematischen Schwerpunkten wählen – etwa Orte im Konzentrationslager oder Biografien einzelner Insassen – und entschieden selbst über die jeweilige Präsentationsform. So entstanden vielfältige und engagierte Beiträge, die zeigten, wie intensiv sie sich mit der Thematik auseinandergesetzt hatten.
Den Abschluss bildete eine eigenständig geführte Debatte zur Erinnerungskultur. Sachlich und respektvoll diskutierten die Jugendlichen über die Bedeutung des Gedenkens und die Verantwortung der heutigen Gesellschaft. Ein besonderer Dank gilt dem Förderverein der IGS Remagen, der diese Fahrt finanziell unterstützte und damit einen wichtigen Beitrag dazu geleistet hat, dass die Schülerinnen und Schüler diese wertvolle Erfahrung machen konnten.













