11er Aktionstag: Entspannt durch die Prüfungszeit
von Christine Blinn, 21.11.2025, 12:16 Uhr
Die erste Klausurenphase der neuen 11er ist gestartet. Da wird natürlich viel übers Lernen, über die Organisation der Prüfungsvorbereitung und das zielgerichtete Üben gesprochen. Aber bei unserem Aktionstag wollten wir auch bewusst über die andere Seite der Medaille sprechen: Stressmanagement, gute Pausen, Entspannungsstrategien, die man in der Lernphase, aber auch in der Prüfung selbst anwenden kann, wenn die Nervosität überhandnimmt. Ein paar der praktischen Übungen wollen wir mit Euch teilen. Probiert es doch mal aus, wenn ihr für Eure nächsten Überprüfungen lernt.
Fitnesstraining für die Augen
Beim Lernen sind Deine Augen Hochleistungssportler: Sie lesen Hefteinträge, schauen Lernvideos, studieren voller Konzentration den Lernzettel. Gönne ihnen bei einer längeren Lerneinheit doch mal ein wenig Aufmerksamkeit mit folgenden Übungen und spüre, wie Du danach Deine Unterlagen wieder mit einem wachen Blick betrachten kannst.
Übung 1: Deinen Namen mit den Augen schreiben
Nimm Deinen Zeigefinger und halte ihn im Abstand von ca. 20 cm vor dein Gesicht. Fokussiere den Blick auf die Fingerkuppe. Beginne nun die Buchstaben deines Namens mit dem Finger in die Luft zu schreiben. Halte den Kopf dabei ganz still und folge nur mit den Augen der Fingerkuppe. Versuche bei jedem Buchstaben das Tempo zu steigern, bis zu dem Punkt, an dem du gerade noch der Bewegung folgen kannst. Schließe danach die Augen und spüre die Entspannung nach dem Workout Deiner Augenmuskulatur.
Übung 2: Blinzeln
Stelle Dir einen Timer von einer Minute. Öffne und schließe dann diese eine Minute Deine Augen ganz schnell. Es kann sein, dass Dir diese Minute ziemlich lang vorkommt, aber halte durch. Am Ende der Minute schließt Du Deine Augen und spüre, wenn Du sie wieder öffnest, was sich verändert hat.
Atmen gegen den Stress
Atmen? Das machen wir doch sowieso den ganzen Tag. Das stimmt, aber bewusst eingesetzter Atem kann Dein Nervensystem sehr effektiv beruhigen. Diese Übungen eigenen sich für aktive Lernpausen, die erste ist aber auch geeignet, wenn Du bei einer Überprüfung das Gefühl hast, dass Du keinen klaren Gedanken mehr fassen kannst.
Übung 1: Ballonatmung
Lege eine Hand auf den Bauch. So kannst Du spüren, wie sich der Bauch beim Einatmen hebt und beim Ausatmen senkt. Atme dann tief durch die Nase ein und stell Dir dabei vor, Du bläst einen großen Ballon auf. Dein Bauch wölbt sich dabei nach außen. Halte die Luft kurz an und atme dann wieder langsam durch Mund oder Nase aus. Stell dir dabei vor, wie du einen Ballon langsam und kontrolliert entleerst. Führe diese Atemzüge mehrmals hintereinander durch. Wenn Du diese Übung schon gut beherrschst, kannst Du Dir auch einen Rhythmus geben und im Kopf mitzählen: 4 Sekunden einatmen, 4 Sekunden warten, 4 Sekunden ausatmen.
Übung 2: Bienenatmung
Setze Dich aufrecht hin, die Schultern sind locker. Atme tief durch die Nase ein. Summe beim Ausatmen mit geschlossenem Mund ein „Mmm“ oder „M“ ähnlich einer Biene. Konzentriere dich auf die Vibrationen, die während des Summens im Körper entstehen, insbesondere im Kopf- und Halsbereich. Führe diese Atemzüge mehrmals hintereinander durch. Tipp: Beobachte, wie sich Deine Stimme nach der Übung verändert hat.
