11er Integrationsfahrt: Mission Oberstufenteam
von Christine Blinn, 04.09.2025, 12:11 Uhr
Ausgestattet mit einer klaren Mission brachen in der vergangenen Woche unsere neuen 11er zu ihrer Integrationsfahrt ins Brohltal auf. In drei intensiven Tagen sollten aus ehemaligen Zehnern und Neuzugängen echte Teams werden und zwar über ihre jeweiligen Stammkurse hinaus. Dazu stellten sie sich vielfältigen Herausforderungen, wuchsen zusammen und teilweise über sich hinaus, lernten andere kennen, aber vor allem auch sich selbst.
Selbstversorgung planen
Was macht eigentlich ein gutes Team aus? Es zeichnet sich durch klare gemeinsame Ziele, offene und ehrliche Kommunikation, gegenseitigen Respekt und Vertrauen, klare Rollenverteilung und eine hohe Motivation aus. Wichtige Aspekte sind auch Verlässlichkeit, die Fähigkeit zur konstruktiven Konfliktlösung, Wertschätzung, Kompromissbereitschaft und die Nutzung von Vielfalt im Team, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Um dies zu erreichen, benötigt es echte Aufgaben, in denen sich ein Team beweisen kann und von denen gab es in unserer Freizeitanlage so einige. Durch die Unterbringung in kleinen Häusern von bis zu neun Schülerinnen und Schülern, war es eine Teamaufgabe, dieses enge Zusammenleben (inkl. Gemeinschaftsbädern und -duschen) so zu gestalten, dass sich alle wohlfühlen konnten. Als Selbstversorger waren es jeweils einzelne Teams, die für einzelne Mahlzeiten (inkl. des dazugehörigen Einkaufs) zuständig waren. Dies erforderte Planungskompetenz, sinnvolle Aufgabenverteilung und eine gute zeitliche Strukturierung, damit zu den Essenszeiten die ganze Gruppe ausreichend, appetitlich und lecker versorgt war. Aber auch in der Gesamtgruppe waren alle gefragt, als bei der Wanderung zur schönen Burg Olbrück Kraft und Motivation eingeteilt werden mussten, oder um das Lagerfeuer fürs Herstellen der S’Mores zu entfachen, wobei Kohleanzünder und Feuerzeug tabu waren.
Die Oberstufe meistern
Dass man nicht nur mit den altbekannten Freunden konstruktiv zusammenarbeiten kann, stellten die Jugendlichen in ihren Rollenspielen unter Beweis, bei denen sie in gelosten Zufallsgruppen Situation darboten, die sie bezogen auf die Oberstufe beschäftigen und im Anschluss mit der ganzen Gruppe Lösungsansätze entwickelten und diskutierten. Ob die Vereinbarkeit von Hobbys und Lernstoff, der Stress in der Klausurenphase, oder das mündliche Abitur – viele Themen kamen dabei zur Sprache und im Dialog konnten Sorgen artikuliert und konkrete Vorschläge, diesen lösungsorientiert zu begegnen, gesammelt werden. Nach dem großen Reinemachen am letzten Tag bleib noch Zeit für eine Abschlussreflexion, in der die Schülerinnen und Schüler die positiven Effekte der Fahrt hervorhoben und eine Integrationsfahrt auch für die kommenden Jahrgangstufen 11 empfehlen würden. So bleibt am Ende nur zu sagen: mission accomplished.
